Bergbau in Gosenbach

Der Bergbau hat in Gosenbach eine sehr lange Tradition die erst 1942 endete, als die Grube Storch und Schöneberg geschlossen wurde. Die Schachttiefe betrug zuletzt etwa 1200 Meter und war die zu der Zeit tiefste Spateisensteingrube Europas.

Der Spatenforscher Otto Krasa aus Gosenbach bewies durch seine Forschungen, dass im Siegerland schon vor über 2000 Jahren Eisen abgebaut und verhüttet wurde. Er fand Windöfen aus der LaTene-Zeit (300 vor bis 100 nach Chr.). Zu dieser Zeit siedelten sich Kelten an und bauten Brauneisenstein im Tagebau ab. Später wurden einzelne Stollen in den Berg getrieben. Tiefbau war erst mit Erfindung der Dampfmaschine möglich, da die Wind- oder Wasserräder die es schon im Mittelalter gab nicht in der Lage waren genügend Grundwasser abzupumpen. Ab etwa 500 nach Christus zogen Franken ins Siegerland und fingen ihrerseits an Erze abzubauen. Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche Gruben eröffnet und wieder geschlossen. Als die Gruben Storch und Schöneberg sich zusammenschlossen, kauften sie in der Folgezeit alle übrigen Gruben in Gosenbach auf. Nach dem 1. Weltkrieg lief der Grubenbetrieb immer schlechter bis er schließlich 1942 ganz aufgegeben wurde.

Schattenseiten:

Der Bergbau hatte auch seine Schattenseiten für Mensch und Umwelt. Ab 1862 wurden Röstöfen gebaut, deren schwefelhaltigen Gase fraßen an Häusern und auch die Fauna wurde stark geschädigt.

Ein anderes Problem war die Silikose, auch Staublunge genannt. Durch die Bohrungen mit Pressluft, seit Anfang des 20. Jahrhunderts, wurde feiner Staub aufgewirbelt, der die Lungenbläschen der Bergleute zerstörte. Die meisten Bergleute zwischen 30 und 40 Jahren litt an dieser Krankheit. Erst 1926 bekamen sie ein Recht auf Entschädigung. Dadurch wurde die Nassbohrung eingeführt die die Krankheit zu einem großen Teil reduzierte.

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