Der Selbacher / Keppelsche Hof

1347 wurde der Selbacher Hof in Gosenbach zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Es war Teil des Besitzes der Selbacher, einem alten Adelsgeschlecht.

In Gosenbach gab es zwei große Höfe, den Wildenburger Hof und den Selbacher, später Keppelscher Hof. Im Jahre 1347 wurde dieser Hof zum ersten mal urkundlich erwähnt, die Entstehung der Höfe geht aber vermutlich bis ins 9-10 Jahrhundert zurück.

Als im Jahre 1472 Dietrich von Selbach starb, schenkte seine Frau Else mit dem Einverständnis ihrer Kinder den Hof dem Kloster Keppel. Als Gegenleistung sollte alljährlich eine Gedächtnismesse für sie, ihren verstorbenen Mann und ihre Kinder abgehalten werden.

1536 wird Friedrich Latsch als erster Pächter des Hofes namentlich erwähnt. Insgesamt blieb der Hof etwa 360 Jahre im Besitz des Klosters Keppel. 1839 wird der Hof an die letzten Pächter verkauft, damit geht die Ära des Lehnswesens in Gosenbach vorbei.

Das Keppelsche Hofhaus, auch Spies-Haus genannt stand noch bis 1969, an der Stelle des heutigen AWO-Kindergartens. Trotz eines Versuchs des Heimtvereins das Haus zu übernehmen, wurde es von der Stadt Eiserfeld abgerissen.

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