Storch & Schöneberg

Alte Grubenverwaltung

Alte Grubenverwaltung

Die Grube Storch & Schöneberg war die letzte Grube in Gosenbach. Als sie 1942 geschlossen wurde, war sie mit fast 1200 Metern Tiefe die bis dahin größte Eisensteingrube Europas.

Die Geschichte der Grube Storch & Schöneberg beginnt 1859. Die bis dahin selbstständigen Gruben Storch und Schöneberg kamen zu dem Schluss, dass sie die geplanten Tiefbauanlagen nur gemeinsam finanzieren konnten. Die Gruben selber bestanden schon seit dem 16. Jahrhundert. Viele verschiedene Besitzer haben dort ihr Glück versucht.
Nach und nach wurde die Grube vergrößert und die Tagesanlagen ausgebaut. 1862 wurden die ersten Röstöfen gebaut, an der Stelle hinter dem heutigen EDEKA Supermarkt. Der Abtransport des Erzes nach Niederschelden wurde bis 1871 mit einem Pferdewagen bewerkstelligt. Dann wurden Schienen verlegt auf denen später eine Lokomotive betrieben wurde.

1884 beteiligte sich die Gewerkschaft noch an der Bremer Hütte in Geisweid. Nach und nach wurden alle noch vorhanden Gruben in Gosenbach aufgekauft. 1911 war auch die letzte Grube in Gosenbach in der Gewerkschaft Storch & Schöneberg aufgegangen.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde Storch & Schöneberg durch die wirtschaftlichen Krisen stark in Mitleidenschaft gezogen. In der Weltwirtschaftskrise pachtete ein Konsortium aus dem Ruhrgebiet die Grube. Ein Jahr später lag der Betrieb für 2 Jahre still und 1942 folgte das endgültige Aus. Damit endeten auch mehr als 2000 Jahre Bergbaugeschichte.

(Quelle: Chronik der Gemeinde Gosenbach, Otto Krasa)

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